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Elektronischer Heilberufsausweis (eHBA)

Der Aufbau der Telematikinfrastruktur (TI) im deutschen Gesundheitswesen wird vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) weiter vorangetrieben. Bislang erfolgt über die TI nur der Abgleich der sog. Stammdaten. Weitere Anwendungen wie Notfalldatenmanagement oder der elektronische Medikationsplan sollen im Laufe des Jahres folgen. Erst wenn diese Anwendungen von der zuständigen Projektgesellschaft des BMG, der gematik, zugelassen wurden, benötigen Zahnärzt/innen den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA).

Honorarkürzungen aufgrund eines fehlenden eHBA sind vor dem 1. Januar 2021 ausgeschlossen. Für den Nachweis, dass die Zahnarztpraxen über einen eHBA verfügen ist sogar bis zum 30. Juni 2021 Zeit.

In Baden-Württemberg benötigen mehr als 10.000 Zahnärztinnen und Zahnärzte einen eHBA. Die Landeszahnärztekammer wird für die Ausgabe ein gestuftes Beantragungsverfahren im Zeitraum zwischen Ende Juni/ Mitte Juli bis Mitte Dezember 2020 zur Anwendung bringen. Alle Kammermitglieder werden in den nächsten Wochen über verschiedene Medien (Kammer KOMPAKT, BZK-Rundschreiben, Zahnärzteblatt Baden-Württemberg sowie ab Ende Juni/ Anfang Juli auf dieser Website) weiter informiert.

Es ist geplant zunächst Praxisinhaber/innen, im Anschluss daran angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie sonstige Berufstätige mit dem eHBA auszustatten. Mit diesem Vorgehen wird sichergestellt, dass alle Kammermitglieder den eHBA bis zum Jahresende beantragen können.

Der eHBA wird somit voraussichtlich ab Mitte Juli vom jeweiligen Kammermitglied über die Homepage der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg bei einem zugelassenen Vertrauensdiensteanbieter beantragt werden können. Zugelassen ist derzeit die D-Trust GmbH, ein Tochterunternehmen der Bundesdruckerei GmbH; die T-Systems GmbH, eine Tochter der Deutsche Telekom AG, befindet sich aktuell in abschließenden Arbeiten hierzu.

 

Erstellt von: Andrea Mader, 27.05.2020

Aktualisiert von: Claudia Richter, 06.07.2020