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Ausgabe 20 / 2017

LANDESZAHNÄRZTEKAMMER

 

LZK BW und Special Olympics BW: Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

Zum 01.01.2018 tritt in Baden-Württemberg eine Vereinbarung in Kraft, die dazu beitragen wird, die Mundgesundheit von Menschen mit geistiger Behinderung zu verbessern. Partner sind die Landeszahnärztekammer und Special Olympics Baden-Württemberg. LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert und Harald Denecken, Präsident von Special Olympics Baden-Württemberg e. V. haben die Vereinbarung am 01.12.2017 in Stuttgart unterzeichnet.

 

"Das ist ein besonderer Tag für uns", sagte Harald Denecken, "diese Kooperation ist sehr wichtig für uns, sie wird ausstrahlen auf Deutschland".

 

"Mit der Vereinbarung wird eine bisher klaffende Versorgungslücke nach und nach geschlossen", hob Dr. Torsten Tomppert hervor. Die im Sozialgesetzbuch V festgeschriebene Verpflichtung von Krankenkassen, öffentlichem Gesundheitsdienst und Zahnärzteschaft „gemeinsam und einheitlich Maßnahmen zur Erkennung und Verhütung von Zahnerkrankungen" bei Kindern und Jugendlichen durchzuführen, endet mit dem 16. Lebensjahr, selbst wenn die Betroffenen ein hohes Risiko für Karies haben. Jugendliche und Erwachsene mit geistiger oder mehrfacher Behinderung sind daher auf freiwillige Maßnahmen zur Gruppenprophylaxe angewiesen. Umso wichtiger sind daher solche Kooperationen, die die Umsetzung von Zahn- und Mundgesundheitsprogrammen für diese Hochrisikogruppe fördern. Besonders im Fokus stehen Sportveranstaltungen, die der baden-württembergische Landesverband von Special Olympics Deutschland in den unterschiedlichsten Disziplinen veranstaltet. Im Rahmen des Programms „Special Smiles – Gesund im Mund“ werden Zahnärztinnen und Zahnärzte, Studierende der Zahnmedizin und zahnmedizinisches Fachpersonal Reihenuntersuchungen und Mundhygieneunterweisungen für die behinderten Sportler durchführen.

 

"Bei den letzten Landes-Sommer-Spielen in Offenburg haben wir 30% Behandlungsbedürftigkeit bei den zahnärtzlichen Untersuchungen festgestellt", berichtet LZK-Referent für Behindertenzahnheilkunde, Dr. Guido Elsäßer. Neben den Sportverstaltungen wird die finanzielle Unterstützung der LZK auch dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderungen im Alltag erreicht werden, zum Beispiel in den Werkstätten. "In den Werkstätten, in denen viele Behinderte arbeiten, liegt die Behandlungsbedürftigkeit bei 50 %."

Special Olympics Deutschland (SOD) organisiert mit seinen Landesverbänden pro Jahr mehr als 200 Wettbewerbe. Die deutsche Sektion der weltweit größten Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung besteht seit über 25 Jahren. Ins Leben gerufen wurde die vom Internationalen Olympischen Komitee offiziell anerkannten Sportbewegung bereits 1968 von Eunice Kennedy Shriver, der Schwester des ehemaligen US-Präsidenten. Heute vertritt Special Olympics, die als einzige Organisation den Ausdruck „Olympics“ weltweit nutzen darf, 5 Millionen Athleten aus 170 Ländern der Welt. Ziel ist es, Menschen mit geistiger Behinderung durch den Sport zu mehr gesellschaftlicher Akzeptanz, zu Selbstbewusstsein und zu mehr Teilhabe am öffentlichen Leben zu verhelfen. Special Olympics Deutschland betrachtet sich darüber hinaus als Alltagsbewegung mit einem ganzheitlichen Angebot. Dazu gehört auch das Programm Healthy Athletes, das hauptsächlich zur Prävention und Gesundheitsförderung dient und für die Verbesserung von Trainings- und Wettbewerbsfähigkeiten sowie für mehr Gesundheitsbewusstsein im Alltag sorgen soll.

 

 

LANDESZAHNÄRZTEKAMMER

 

LZK-Vertreterversammlung: Präsidium gibt ersten Bericht ab und zieht eine Leistungsbilanz

Als Duo sind sie am 03.12.2016 zur Wahl in der Vertreterversammlung angetreten - als Duo haben LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert und Vize Dr. Norbert Struß in der ersten Vertreterversammlung nach ihrer Wahl ihren ersten politischen Bericht abgegeben.

 

Über 60 berufspolitische und öffentlichkeitsbezogene Termine haben Dr. Tomppert und Dr. Struß in diesem Jahr wahrgenommen, auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene. Ob in Stuttgart, Berlin oder Brüssel - überall haben sie für ihre selbstgesteckte standespolitische Agenda geworben: Novellierung der Approbationsordnung für Zahnärzte, Kammern als Approbationsbehörde, GOZ-Punktwertanpassung, der Unterversorgung von zahnmedizinischem Fachpersonal mit einer Ausbildungsinitiative begegnen, Förderung des zahnmedizinischen Nachwuchs und Unterstützung und Hilfestellung für die Kollegenschaft in Fragen der Praxisführung. 

 

Im Rahmen der Aussprache des Präsidiumsberichts hat die Vertretersammlung sieben Anträge verabschiedet. Die stv. Landeswahlleiterin Heike Till führte dann die Wahl der Vertreterinnen und Vertreter in die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte durch. Erstmals gab im Anschluss an die Wahl der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Zahnmedizinischen Patientenberatungsstelle BW, Dr. Konrad Bühler einen Rechenschaftsbericht für die Zahnmedizinische Patientenberatungsstelle BW über das Geschäftsjahr 2017 ab.

 

Der zweite Tag der Vertreterversammlung ist traditionsgemäß dem Haushalts- und Rechnungswesen vorbehalten, durch das die Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Dr. Eva Hemberger führte. Mit der Beschlussfassung über Art und Höhe des Kammerbeitrags 2018 schloss die Versammlung die haushalterischen Beratungen ab - es folgten die schriftlichen Rechenschaftsberichte aus den Referaten und der Fortbildungseinrichtungen sowie der Bericht der Präsidentin der Baden-Württembergischen Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte. 

 

 

 

Dr. Torsten Tomppert und Harald Denecken mit der unterzeichneten Kooperationsvereinbarung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das neue Format des politischen Berichts von Präsident und stv. Präsident - im Duett, anhand einer Timeline das erste Jahr der 16. Kammerperiode Revue passieren zu lassen, fand große Zustimmung in der Vertreterversammlung

 


Dr. Eva Hemberger konnte einen "blitzsauberen" und transparenten Haushalt präsentieren. "Ich genieße das gute Verhältnis zwischen Vorstand und Haushaltsausschuss - getragen von den Delegierten der Vertretersammlung".

Erstellt von: Andrea Mader, 29.11.2017

Aktualisiert von: Andrea Mader, 30.11.2017