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Ausgabe 16 / 2017

LANDESZAHNÄRZTEKAMMER


LZK-Präsident führt zweite Dialog-Begegnung im Königsbau

Mit der gesundheitspolitischen Sprecherin von B'90/Die Grünen, Petra Krebs, MdL, dem  Fraktionsvorsitzenden der Grünen Landtagsfraktion im Landtag von BW, Andreas Schwarz, MdL, und der Parlamentarischen Beraterin für Soziales und Gesundheit, Patricia Battke, hat LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert am 26. Oktober die zweite Dialog-Begegnung im Königsbau geführt.

 

Gemeinsam mit der Vorsitzenden des Vorstands der KZV BW, Dr. Ute Maier, sprach Dr. Tomppert mit den Politikern über die Ergebnisse der Bundestagswahl und die derzeit laufenden Sondierungsgespräche in Berlin.

Beide Vertreter der Körperschaften sprachen auch die erfolgreiche Gruppenprophylaxe in Kindergärten und Schulen und die Individualprophylaxe in den Praxen an, die für die hervorragende Zahngesundheit der Kinder in Baden-Württemberg maßgeblich verantwortlich ist.

Anschließend fokussierte der LZK-Präsident kammerspezifische Themen.

In Punkto Selbstverwaltung wünsche er sich von den Grünen mehr Vertrauen, sagte Dr. Tomppert an die Adresse der Abgeordneten gerichtet. „Die von uns übernommenen Aufgaben, z. B. die Zahnärztlichen Röntgenstellen in Absprache mit den Regierungspräsidien funktionieren seit Jahren problemlos“, betonte Dr. Tomppert. Selbstverständlich waren auch die derzeit verstärkt im Regierungsbezirk Stuttgart laufenden Praxisbegehungen ein Thema des Gesprächs: Dr. Tomppert sprach unter anderem die engmaschigen Intervalle der Prozessvalidierungen an. Auf der Grundlage stabiler Aufbereitungsprozesse, müssten die Intervalle dringend verlängert werden, forderte der LZK-Präsident. Dies sei in anderen Bundesländern längst erfolgt.

Auf Nachfrage von Andreas Schwarz zur Nachwuchssituation in den Zahnarztpraxen, erläuterte Dr. Tomppert die Situation an den Universitäten. Der Studiengang Zahnmedizin ist weiterhin sehr gefragt, insbesondere bei Frauen. An vielen Universitäten liegt der Frauenanteil bereits bei über 60 %. Mit Blick auf die Abstimmung im Bundesrat, unterstrich Dr. Tomppert nochmals die Bedeutung der Novellierung der Approbationsordnung für Zahnärzte für eine moderne Ausbildung des zahnmedizinischen Nachwuchses. Die Gewinnung zahnmedizinischer Mitarbeiterinnen für die Praxen gestaltet sich hingegen zunehmend schwierig, klagte Dr. Tomppert, es werde immer schwerer qualifizierte Auszubildende zu finden.

Ein weiteres Thema war die flächendeckende zahnärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Es war der politische Wille des Gesetzgebers, der drohenden Unterversorgung auf dem Land durch Medizinische Versorgungszentren zu begegnen – dies hat nicht funktioniert. „MVZ’s finden sich hauptsächlich in Ballungszentren“, so Dr. Tomppert.

Das Zukunftsthema Digitalisierung in der Zahnmedizin kam auch zur Sprache. Andreas Schwarz fragte, ob es in Zukunft den „autonomen Zahnarzt“ geben wird? Nachdem es sich bei der Ausübung der Zahnheilkunde um eine höhere Dienstleistung handelt, wird eine persönliche Leistungserbringung auch in Zukunft erforderlich sein - die Digitalisierung ist überwiegend im technischen Bereich vorstellbar, so Dr. Tomppert. „Ich wünsche mir eine digitale Vernetzung der Zahnärzte zum interkollegialen fachlichen Austausch“.

Dr. Tomppert zeigte sich zufrieden mit der Dialog-Begegnung und der angenehmen offenen Gesprächsatmosphäre. „Es hat mich sehr gefreut, dass Andreas Schwarz zu allen angesprochenen Themen weitere Gesprächsbereitschaft signalisiert hat“.

 

Die vom Informationszentrum Zahngesundheit (IZZ) seit vielen Jahren regelmäßig organisierten Dialog-Begegnungen werden in den kommenden Wochen und Monaten fortgeführt.

 

LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert im Gespräch mit Andreas Schwarz, Fraktionsvorsitzender von B'90/ Die Grünen im BW-Landtag


Erstellt von: Andrea Mader, 27.10.2017

Aktualisiert von: Andrea Mader, 27.10.2017