• Kontakt
  • Datenschutz

Ausgabe 9 / 2017

GESUNDHEITSPOLITIK

 

CDU-Landesparteitag in Reutlingen

Wie immer präsent plaziert, war das Forum Zahngesundheit der baden-württembergischen Zahnärzteschaft beim CDU-Landesparteitag am 9. September in Reutlingen. Die Standespolitiker nutzen die Gelegenheit, mit den CDU-Delegierten über ihre gesundheitspolitischen Vorstellungen zu diskutieren. Knapp 2 Wochen vor der Bundestagswahl war insbesondere die Rede der Bundeskanzlerin mit Spannung erwartet worden.

Der Andrang am Stand des Forum Zahngesundheit der baden-württembergischen Zahnärzteschaft war riesig: Es bildeten sich Warteschlagen in 3er-Reihen. Die Vertreter am Forum Zahngesundheit - LZK-Vorstandsmitglied Dr. Wilfried Forschner, KZV-Vorstandsvorsitzende Dr. Ute Maier, LZK-VV-Mitglied Dr. Gudrun Kaps-Richter und LZK-Direktor Axel Maag - freuten sich über das große Interesse und führten intensive Gespräche unter anderem mit den beiden Stuttgarter CDU-Kandidaten Karin Maag und Dr. Stefan Kaufmann sowie der baden-württembergischen Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann.

 

In ihrer mit Spannung erwarteten Rede auf dem CDU-Landesparteitag warb die Bundeskanzlerin um ein "Deutschland, in dem wir gut und gerne leben" und stellte die wesentlichen Punkte des CDU-Wahlprogramms vor. Auf die Gesundheitspolitik ging Angela Merkel nicht ein. Mit dem Appell, von seinem Stimmrecht am 24. September Gebrauch zu machen, "Freiheit ist anstrengend, Verantwortung übernehmen", beschloss die Kanzlerin unter großen Beifall der Delegierten ihre Rede.

 

 

GESUNDHEITSPOLITIK

Landespressekonferenz der FDP/DVP Fraktion: Risiken und Nebenwirkungen der Bürgerversicherung

"Als Hightech-Land wollen wir Hightech-Medizin für alle Bürge,innen und Bürger, die wir durch den Wettbewerb zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung am besten gewährleistet sehen" - mit diesen Worten warb der gesundheitspolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion im BW-Landtag, Jochen Haußmann, für die Beibehaltung des Dualen Krankenversicherungssystems. 

Die FDP/ DVD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg hatte am 30. August zur Landespressekonferenz geladen, um über die "Risken und Nebenwirkungen für die ärztliche Gesundheitsversorgung durch die Bürgerversicherung" zu informieren. Die von SPD, Grünen und Die Linke propagierte Bürgerversicherung solle angeblich dazu beitragen, das bestehende Gesundheitssystem gerechter zu machen und die Privilegien privat versicherter Bürger abzuschaffen, "in Wahrheit handelt es sich um einen Frontalangriff auf den Gesundheitsstandort Baden-Württemberg", erklärte Dr. Hans-Ulrich Rühlke, Vorsitzender der FDP/ DVP Fraktion bei der Pressekonferenz."Wir haben Sorge um die Innovationsfähigkeit und die Qualiät der medizinischen Versorgung", ergänzte Jochen Haußmann.

 

Rülke und Haußmann erinnerten daran, dass eine Bürgerversicherung das Leistungsniveau für die Bürgerinnen und Bürger enorm verschlechtern würden, da in Ländern, die sich für ähnliche Modelle wie die Bürgerversicherung entschieden hätten, die Zwei-Klassen-Medizin längst Realitä sei. Rationierungen, hohe Zuzahlungen, so z. B. in Frankreich rund 25 Prozent, und exklusive Privatangebote und -kliniken wie in Großbritannien, die nur vemögenden Patienten offen stünden, ließen keinen Zweifel daran, dass der hohe Standard der deutschen Medizinversorgung in vielen Ländern unerreicht sei.

Quelle: Pressemitteilung der FDP-/ DVP-Fraktion im Landtag BW

 

 

BEZIRKSZAHNÄRZTEKAMMER

Bodenseetagung der Bezirkszahnärztekammer Tübingen

Von 15. bis 16. September lädt die Bezirkszahnärztekammer Tübingen zu ihrer 52. Bodenseetagung, die erneut im Konstanzer Konzil stattfindet. Zahnärztinnen und Zahnärzte erhalten "Erfolgskonzepte für die Implantattherapie". Zahnmedizinische Mitarbeiterinnen verbringen bei ihrer 46. Fortbildungstagung einen "Tag in der Praxis".

 

Das detaillierte Tagungsprogramm zu beiden Fortbildungstagungen und alle weiteren Informationen zu Anmeldung und Tagungsort finden Sie hier!

 

 

FREIE BERUFE

Beliebteste Ausbildungsberufe 2016: Freie Berufe punkten bei Mädchen und Ausländern

Zum Jahresende 2016 haben insgesamt 509.997 Jugendliche einen neuen  Ausbildungsvertrag abgeschlossen, 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Während  Destatis für alle anderen Ausbildungsbereiche Rückgänge ausweist, verzeichnen die  Freien Berufe ein Plus von 1,4 Prozent. 

 

Wie Destatis weiter mitteilt, hat der Beruf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel mit 29.142 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen erneut den Spitzenplatz belegt; gefolgt vom Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement, Verkäufer/-in, Kraftfahrzeugmechatroniker/-in sowie Industriekaufmann/-kauffrau. 


Die/der  Medizinische Fachangestellte(r) verschlechtert sich um einen Platz auf Rang sieben, die/der Zahnmedizinische(r) Fachangestellte(r) verbessert sich von Rang 13 auf elf. Es zeigen sich geschlechterspezifische Unterschiede: Bei den Jungen kommt kein Ausbildungsgang der Freien Berufe in die Top 20. Nicht so bei den Mädchen: Die Medizinische Fachangestellte kommt nach Platz drei zum Jahresende 2015 nunmehr auf Platz zwei, die Zahnmedizinische Fachangestellte rückt von Platz sechs auf vier.


Bei Auszubildenden mit ausländischen Wurzeln sind Freiberufler gefragte Ausbilder: Ihr Anteil ist zwischen Jahresende 2015 und 2016 nochmals angestiegen und verzeichnet mit 12,5 Prozent den höchsten Wert aller Ausbildungsbereiche. Hier klettert die/der Zahnmedizinische(r)  Fachangestellte(r) von Rang drei auf eins, die/der  Medizinische(r) Fachangestellte(r) bleibt auf Rang sieben.


Zwar nicht bei den ausländischen Jungen, aber bei den ausländischen Mädchen kommen gleich Ausbildungsgänge der Freien Berufe in die Top 20: Die Zahnmedizinische Fachangestellte bleibt  Nummer Eins, die Medizinische Fachangestellte kommt erneut auf Platz zwei.

 

Quelle: BFB-Freiberuflerticker vom 01.09.2017

 

 

CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Maag, LZK-Direktor Axel Maag, LZK-Vorstandsmitglied Dr. Wilfried Forschner und IZZ-Leiter Johannes Clausen (v. r. n. l.)


LZK-Direktor Axel Maag mit der baden-württembergischen Kultusminsterin, Dr. Susanne Eisenmann


Erstellt von: Andrea Mader, 05.09.2017

Aktualisiert von: Andrea Mader, 11.09.2017