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Ausgabe 06 / 2019

FREIE BERUFE

 

BFB wählt Präsidium und Vorstand: LFB-Präsident aus Baden-Württemberg ist Vizepräsident

Die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Freien Berufe e. V. (BFB) hat am 11. April 2019 in Berlin sowohl das BFB‐Präsidium als auch den neuen BFB‐Vorstand für die kommenden beiden Jahre gewählt. Als BFB-Präsident im Amt bestätigt wurde RA Prof. Dr. Wolfgang Ewer. Neuer Schatzmeister und Vizepräsident ist der bisherige Vizepräsident RA/StB Dr. Björn Demuth, Präsident des Landesverbandes der Freien Berufe Baden‐Württemberg.

 

Dem Präsidium gehören zudem zwei Vizepräsidentinnen und fünf Vizepräsidenten an.

Wiedergewählt wurden:
Dipl.‐Ing. Barbara Ettinger‐Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dipl.‐Ing. Hans‐Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer, und Dipl.‐Pharm. Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA ‐ Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Neu im BFB‐Präsidium sind:
Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, der bisher Mitglied des BFB‐Vorstands war, Dipl.‐Bw. Volker Kaiser, Vizepräsident der Bundessteuerberaterkammer, und WP/StB Regina Vieler, Vizepräsidentin der Wirtschaftsprüferkammer.

In ihren Ämtern als Vorstandsmitglieder bestätigt wurden:
Dr. Jens Bormann, LL.M., Präsident der Bundesnotarkammer,
Dipl.‐Ing. Joachim Brenncke, Vizepräsident der Bundesarchitektenkammer,
StB/WP Harald Elster, Präsident des Deutschen Steuerberaterverbandes,
Dipl.‐Ing. Heiner Farwick, Präsident des Bundes Deutscher Architekten,
RAin Dr. Karin Hahne, Präsidentin des Verbandes Freier Berufe in Hessen,
Dr. Stephan Hofmeister, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung,
Dipl.‐Ing. Matthias Irmscher, Präsident der Vereinigung freischaffender Architekten Deutschlands,
RAin Dr. Daniela Kelm, LL.M., Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland,
Dipl.‐Ing. Ingolf Kluge, Vizepräsident der Bundesingenieurkammer,
Dr. Siegfried Moder, Präsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte,
Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer,
Dr. Dietrich Munz, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer,
RAuN Dr. Thomas Remmers, Vizepräsident der Bundesrechtsanwaltskammer,
Dr. Regina Ruppert, Vizepräsidentin des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater,
Dipl.‐Ing. Vera Schmitz, Präsidentin des Bundes Deutscher Innenarchitekten,
Thomas Spaeing, Vorstandsvorsitzender des Berufsverbandes der Datenschutzbeauftragten Deutschlands, und
Dipl.‐Ing. Jakob von Allwörden, Vizepräsident des Bundesverbandes öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger.

Neue BFB‐Vorstandsmitglieder sind:
Prof. Dr. Christoph Benz, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer,
RAin Pia Eckertz‐Tybussek, Vizepräsidentin des Deutschen Anwaltvereins,
Dipl.‐Phys. Dr. iur. Wolfram H. Müller, Vorstandsmitglied der Patentanwaltskammer,
Thomas Schwierzy, Präsident des Landesverbandes der Freien Berufe Brandenburg,
Dipl.‐Ing. Jörg Thiele, Präsident des Verbandes Beratender Ingenieure, und
WP/StB Dipl.‐Kfm. Gerhard Ziegler, Präsident der Wirtschaftsprüferkammer.

BFB‐Präsident Prof. Dr. Wolfgang Ewer gehört dem Vorstand gemäß BFB‐Satzung als Vorsitzender an.

 

Anlässlich seiner Wiederwahl erklärt BFB‐Präsident Prof. Dr. Ewer:
„Die BFB‐Mitgliedsorganisationen haben das BFB‐Präsidium und den BFB‐Vorstand mit einem klaren Votum betraut, unseren BFB auch in den kommenden beiden Jahren auf seinem erfolgreichen Kurs weiter voranzubringen. Es ist an uns, die erforderlichen Weichenstellungen einzufordern, damit wir Freien Berufe weiterhin unsere volle Dynamik entfalten können. Schon jetzt verzeichnen wir Jahr für Jahr neue Rekordmarken bei relevanten wirtschaftlichen Kennziffern. Wir werden immer mehr, immer wichtiger und stehen für kluges Wachstum. Bei unserer gemeinsamen Arbeit werden wir zum einen die herausragenden Werte apostrophieren, für die wir stehen: Wir Freiberufler sind gesellschaftlicher Mehrwert. Wir sind gerade durch unsere flächendeckende Präsenz allgegenwärtige Infrastruktur und unterstützen die Menschen in einer immer komplexeren Lebens‐ und Arbeitswelt. Wir sind Vertrauensträger unserer Patienten, Mandanten, Klienten und Kunde und vieles mehr. Diese gesellschaftliche Bedeutung wird durch unsere Berufsregeln gestützt. Denn diese stellen durch Elemente wie den Schutz des Berufsgeheimnisses, die Unabhängigkeit von Dritteinflüssen oder der Fortbildungspflicht einen umfassenden Schutz des Patienten, Mandanten, Klienten und Kunden sicher. Hierdurch wird wiederum die Bereitschaft der Menschen erhöht, sich uns Freiberuflern anzuvertrauen. So gesehen gewährleisten unsere Berufsregelungen nicht nur einen besonders intensiven Verbraucherschutz. Vielmehr sind sie zugleich ein stimulierender Wirtschaftsfaktor.“

 

Mit dem Deutschen Bundesverband Informationstechnologie für Selbständige (DBITS e.V.) ist zudem eine weitere namhafte Freiberuflerorganisationen zum 1. Mai 2019 in den BFB aufgenommen worden.

 

Quelle: Pressemitteilung des BFB

 

 

FREIE BERUFE

 

BFB: Festakt zum 70.

Am 10. April 2019 feierten weit über 200 Gäste  gemeinsam mit dem BFB 70. Geburtstag. Festredner war Prof. Dr. Stephan Harbarth, LL.M., Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichtes und Vorsitzender des Ersten Senats. Er stellte fest: „Die Digitalisierung muss, damit alle Bürger an ihr teilhaben können, gemeinwohlorientiert ausgerichtet werden. Hierbei kommt den  Angehörigen der Freien Berufe eine besondere Bedeutung zu, denn für die Freien Berufe ist die Gemeinwohlorientierung Wesensmerkmal.“

 

„Es ist hohe Zeit, den politischen und gesellschaftlichen Rahmen zu weiten und die Digitalisierung stärker in den Dienst des Gemeinwohls zu stellen.“ Darauf wies BFB‐Präsident Prof. Dr. Wolfgang Ewer in seiner Eröffnung hin. „Die Digitalisierung stellt auch die Freien Berufe vor umfassende neue Herausforderungen. Dabei kommt den Berufsangehörigen eine besondere Verantwortung für die Bürger zu, die deren Patienten, Mandanten, Klienten und Kunden sind. Denn der Blick ins Internet kann nicht die Ausbildung, Erfahrung und Kompetenz der Freiberufler ersetzen. Wir Freiberufler sind weit mehr als ‚null und eins‘. Bei uns gerinnt nackte Information zu belastbarem Wissen und zielführendem Ergebnis“, so BFB‐Präsident Prof. Dr. Wolfgang Ewer.

Anschließend sprach der Festredner des Tages, Prof. Dr. Stephan Harbarth, LL.M., Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichtes und Vorsitzender des Ersten Senats, zu den Anwesenden. Seine Ausführungen standen unter der Überschrift „Freie Berufe: Rechtlicher Rahmen und künftige Herausforderungen“.

Im Folgenden ergründete ein hochkarätig besetztes Podium im Zweiklang „Gemeinwohl und Glaserfaser“, welche Impulse im digitalen Zeitalter auf den freiberuflichen Rechtsrahmen einwirken. Hierüber diskutierten Dr. Danyal Bayaz MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Sprecher für Startups, ordentliches Mitglied im Finanzausschuss und stellvertretendes Mitglied im Digitalausschuss, Nicola Beer MdB, Staatsministerin a.D., Generalsekretärin der Freien Demokraten, Prof. Dr. Justus Haucap, Direktor des Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE), Prof. Dr. Winfried Kluth, Martin‐ Luther‐Universität Halle‐Wittenberg, Vorsitzender des Instituts für Marktordnungs‐ und Berufsrecht, und Lena‐Sophie Müller, Geschäftsführerin der Initiative D21 und Sachverständige der Bundestags‐ Enquetekommission „Künstliche Intelligenz“. Moderiert wurde die Runde von Tanja Samrotzki. Dabei wurde unter anderem erörtert, dass die freiberuflichen Vertrauensdienstleistungen den Aspekt der persönlichen Nähe auch im Zuge der Digitalisierung verwirklichen können müssen.

 

Quelle: Pressemitteilung des BFB

Erstellt von: Andrea Mader, 15.04.2019

Aktualisiert von: Tricept AG, 08.12.2021