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Ausgabe 3 / 2017

LANDESZAHNÄRZTEKAMMER

 

Gemeinsam für Gute Gesundheit: Sommer- Empfang der Ärzte, Zahnärzte und Psycho-therapeuten

Als neuer Präsident der LZK BW hatte Dr. Torsten Tomppert am 12. Juli die Ehre, im Namen der gastgebenden Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten die rund 400 geladenen Ehrengäste des Sommer-Empfangs zu begrüßen. Der mittlerweile 7. Sommer-Empfang stand unter dem Motto "Gemeinsam für eine gute Gesundheit".

Unter den rund 400 Gästen begrüßte Dr. Tomppert die Trias der Stuttgarter Bundestagsabgeordneten, Karin Maag, Iris Ripsam und Dr. Stefan Kaufmann. Als Vertreter der Landesregierung waren aus dem Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz, die Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch und aus dem Ministerium für Soziales und Integration, Staatssekretärin Bärbel Mielich der Einladung zum Empfang gefolgt. Die Veranstalter freuten sich ebenfalls die gesundheitspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Stefan Teufel, der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen, Petra Krebs, der SPD-Fraktion, Rainer Hinderer und der FDP/ DVP-Fraktion, Jochen Haußmann begrüßen zu dürfen.

 

Ein Grußwort sprach der Minister für Soziales und Integration, Manfred Lucha. Er dankte den Veranstaltern für die Durchführung des Sommer-Empfangs, der "alle Akteure des Gesundheitswesens zusammenbringt" und "eine wichtige Begegnungsstätte und ein Ort des Austauschs" sei. Seit seinem Antrittsbesuch im vergangenen Jahr sei viel passiert, so Minister Lucha; besonders gerne erinnere er sich an en Deutschen Ärztetag in Freiburg, "wie Sie sich hier präsentiert haben, insbesondere mit dem Thema Digitalisierung", dafür fand Manfred Lucha nur lobende Worte. Zur Digitalisierung im Gesundheitswesen bekannte er sich nochmals mit Nachdruck.

 

LZK-Präsident Dr. Tomppert nutzte die Gelegenheit für ein Gespräch mit dem Sozialminister und bat nochmals eindringlich um die Unterstützung Baden-Württembergs bei der Abstimmung im Bundesrat über die Novellierung der seit 60 Jahren überfälligen Approbationsordnung für Zahnärzte.

 

Zum ersten Mal seit seiner Ernennung zum Ehrenpräsidenten der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg im Dezember 2016 nahm auch Dr. Udo Lenke wieder an einer offiziellen berufspolitischen Veranstaltung teil und wurde von seinem Nachfolger herzlich begrüßt.

 

In seinem Statement appellierte Dr. Tomppert an alle Gesundheitsakteure im Land, effektiv zusammen zu arbeiten, um eine flächendeckende medizinische Versorgung auf qualitativ hohem Niveau sicher zu stellen. Als guten Ansatz hob der LZK-Präsident vor diesem Hintergrund den Ausbau der Digitalisierung und die Bereitstellung von 4 Mio Euro für den Gesundheitsbereich im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Landes hervor. Als gelungene Beispiele guter Zusammenarbeit im Gesundheitswesen erwähnte Dr. Tomppert das Modellprojekt "DocDirect" der Ärzteschaft und das Kommunalportal der KZV BW.

 

Mit Blick auf die Bundestagwahl am 24. September erneuerte Dr. Tomppert den Wunsch der baden-württembergischen Heilberufe-Kammern zur Übertragung approbationsbehördlicher Aufgaben. "Das Land sollte Vertrauen in die fachliche Expertise der Heilberufe haben!"


Der Bürgerversicherung erteilte er eine klare Absage undbetonte, die Freiberuflichkeit sei unverzichtbares Element und Garant für eine flachendeckende medizinische Versorgung und eine hohe Behandlungsqualität. "Um unser gut funktionierendes Gesundheitssystem werden im Ausland immer wieder beneidet!"

 

 

LANDESZAHNÄRZTEKAMMER

 

21. IZZ-presseforum: Zahnmedizin in Theorie und Praxis

Erstmals in seiner Funktion als IZZ-Verwaltungsratsvorsitzender begrüßte LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert an der Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in Tübingen über 20 Journalistinnen und Journalisten zum 21. IZZ-presseforum. Gastgeber für die Medienvertreter in Tübingen waren Prof. Dr. Dr. Siegmar Reinert und seine Mitarbeiter.

 

Als Informationsplattform für Journalisten aus ganz Deutschland hat es sich das IZZ-presseforum zur Aufgabe gemacht, nicht nur über Innovationen an den Hochschulen und Fortbildungsinstituten zu informieren, sondern auch berufs- und standespolitische Initiativen aus Baden-Württemberg vorzustellen Ein wichtiges Anliegen ist außerdem Medienschaffenden den zwanglosen Dialog mit der Zahnärzteschaft zu ermöglichen.

In seiner Begrüßung spannte der IZZ-Verwaltungsvorsitzende Dr. Tomppert ganz in diesem Sinne auf eloquente Art einen Bogen von der Approbationsordnung für Zahnärzte über aktuelle berufspolitische Themen wie die Zahnmedizinische Patientenberatung und die Praxishygiene.

Das 21. IZZ-presseforumwar am 7. Juli zu Gast in der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie von Prof. Dr. Dr. Siegmar Reinert an der Universitätsklinik Tübingen.
In der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ist bei Tumoroperationen mit Rekonstruktion von Knochen und Weichgeweben, bei der Operation von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, bei der Korrektur von Kieferfehlstellungen und bei der Problematik der Kiefernekrosen die ganze Medizin gefragt. Und hier ist besonders augenfällig, was das Presseforum schon seit über einem Vierteljahrhundert verdeutlicht: Die Zahnmedizin ist integraler Bestandteil der Medizin.

Das gilt auch für die Thematik der Zahnerhaltung von minimal- bis maximal-invasiv, in die die Journalisten am Nachmittag einen Einblick erhielten. Prof. Dr. Claus Löst und seine Mitarbeiter an der Klinik für Zahnerhaltung zeigten, wie intensiv bei Unfällen mit Zahnbeteiligung ärztlicher und zahnärztlicher Sachverstand gefordert ist. Wenn Zähne gerettet werden sollen, ist eine frühzeitige Diagnostik und Behandlung unabdingbar. Bei Trauma-Spätfolgen und deren Versorgung hat sich die Tübinger Klinik einen hervorragenden Ruf erworben.

Wichtig für den Zahnerhalt bis ins Alter ist auch die frühzeitige Bekämpfung der Karies, denn unbehandelt stellt sie ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem dar, das im Vergleich zu anderen Erkrankungen global auf dem Vormarsch zu sein scheint. Auf dem Hintergrund der hervorragenden Zahlen aus Baden-Württemberg, wo Kinder und Jugendliche mit ihrer vorbildlichen Mundgesundheit internationale Spitzenpositionen belegen, mag man das kaum glauben. Doch weltweit sind etwa 2,5 Milliarden Menschen von kariösen Läsionen in bleibenden Zähnen betroffen. Prof. Dr. Diana Wolff zeigte, wie die Kariestherapie von morgen aussieht, wenn zum Beispiel der Einsatz gezielter antimikrobieller Peptide zur selektiven Eliminierung kariespathogener und kariesfördernder Bakterien beitragen kann.

Weitere Informationen: www.izz-on.de

 

 

LANDESZAHNÄRZTEKAMMER

 

Qualitätsreport der Zahnärzteschaft Baden-Württemberg

Im Rahmen des 21. IZZ-presseforums hat der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Zahnmedizinischen Patientenberatungsstelle, Dr. Konrad Bühler den aktuellen Qualitätsreport der Zahnärzteschaft Baden-Württemberg vorgestellt: Ein Evaluations- und Erfahrungsbericht über die Zahnmedizinische Patientenberatung von 1991 bis 2016.

 

Der Qualitätsreport beschreibt die Erfolgsgeschichte der Patientenberatung in Baden-Württemberg und zeigt die Beratungsergebnisse dieses neutralen Services, der in Gesellschaft, Politik und Medien heute mehr denn je geschätzt wird.


1991 vom Informationszentrum Zahngesundheit Baden-Württemberg (IZZ) als „IZZ-Bürgerberatung“ konzipiert, war die Grundidee dieses Pilotprojekts den Bürgerinnen und Bürgern am Telefon eine neutrale Beratungsplattform zu Fragen der Zahn- und Mundgesundheit anzubieten. Das „Zahnarzt-Telefon“ war von Anfang an ein Erfolg und ging ab 1996 als „Zahnmedizinische Patientenberatung“ an den Start. 1998 wurde das Beratungsangebot um die Zweitmeinung erweitert. 2014 erhielt die Zahnmedizinische Patientenberatung Baden-Württemberg eine eigene Geschäftsstelle, um der stetig wachsenden Nachfrage nach Beratung gerecht zu werden. Heute sind über 80 Zahnärztinnen und Zahnärzte als Patientenberaterinnen und Patientenberater in der Beratungsstelle tätig.

 

 


Erstellt von: Andrea Mader, 13.07.2017

Aktualisiert von: Andrea Mader, 15.10.2020