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Ausgabe 02 / 2018

BUNDESZAHNÄRZTEKAMMER & LANDESZAHNÄRZTEKAMMER

 

Ergebnisse der Sondierungsgespräche: Paritätische Finanzierung statt einheitlicher Gebührenordnung

LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert begrüßt die Ergebnisse der Sondierungsgespräche von Union und SPD:  "Eine einheitliche Gebührenordnung und der Systemwechsel durch die Umstellung unseres Krankenversicherungssystems auf eine Bürgerversicherung scheinen vom Tisch - und das ist gut so. Wir sind froh, dass CDU und CSU in dieser Frage eine klare Haltung eingenommen haben. Unsere Gespräche auf Bundes- und Landesebene haben gefruchtet."

 

Am 2. Januar hatten sich Bundesärztekammer, Bundeszahnärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung in einem gemeinsamen Brief an die Vorsitzenden von CDU und CSU gewandt und darin ihre Sorge über den von der SPD geforderten Systemwechsel zum Ausdruck gebracht. "Keines der Probleme des Gesundheitssystems" werde gelöst und die Patientinnen und Patienten lediglich verunsichert. Eine klare Absage erteilten die vier Körperschaften auch den Plänen für ein einheitliches Honorarsystem. "Die fundamental unterschiedlichen (sozial)-rechtlichen Rahmenbedingungen der privatärztlichen und der vertragsärztlichen Tätigkeit lassen die Einführung einer einheitlichen Gebührenordnung nicht zu. Auch in der zahnmedizinischen Versorgung gelten zwischen GKV und PKV grundlegend unterschiedliche Vergütungsprinzipien".

Die Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg hat in den vergangenen Monaten ebenfalls Gespräche mit den CDU-Bundestagsabgeordneten Karin Maag und Michael Hennrich geführt und für das Konzept des reformierten Dualismus der Zahnärzteschaft geworben.

"Wir werden die Parität bei den Beiträgen zur Gesetzlichen Krankenversicherung wiederherstellen. Die Beiträge zur Krankenversicherung sollen künftig wieder in gleichem Maße von Arbeitgebern und Arbeitnehmern geleistet werden." Das ist die Kompromissformel, auf die sich die möglichen Koalitionäre nun geeignet haben. Es bleibt abzuwarten, ob diese in den Gremien beider Parteien und den Koalitionsverhandlungen Bestand haben wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erstellt von: Andrea Mader, 12.01.2018

Aktualisiert von: Andrea Mader, 12.01.2018