Ausgabe 39/2026

ZFZ STUTTGART

Meilenstein: 2027 startet am ZFZ Stuttgart erstmals der Bachelor Professional in Dentalhygiene

Mit dem Bachelor Professional in Dentalhygiene erweitert das Zahnmedizinische FortbildungsZentrum Stuttgart (ZFZ) sein Angebot an beruflichen Aufstiegsfortbildungen um einen neuen Abschluss auf Bachelor-Niveau. Am 31. Mai 2027 startet am ZFZ erstmals die Aufstiegsfortbildung zum Bachelor Professional in Dentalhygiene. Damit setzt das ZFZ einen weiteren wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung seiner seit vielen Jahren etablierten Fortbildungen im Bereich Prophylaxe und Dentalhygiene. Der neue berufliche Fortbildungsabschluss steht für umfassendes Fachwissen, eine hohe berufliche Handlungskompetenz und die Fähigkeit, verantwortungsvolle Aufgaben im Praxisteam zu übernehmen. 

Die Aufstiegsfortbildung richtet sich an erfahrene Prophylaxefachkräfte, die ihre Kompetenzen insbesondere in Prävention, Parodontologie und patientenorientierter Betreuung gezielt weiterentwickeln möchten.

Dabei setzt das ZFZ auf eine enge Verbindung von wissenschaftlich fundierten Inhalten und praktischer Ausbildung. Die Fortbildung kombiniert Präsenzunterricht, Online-Live-Unterricht und den ZFZ Online-Campus. Der Kurs gliedert sich in zwei Theorieblöcke und eine Praktikumsphase. Inhaltliche Schwerpunkte sind Allgemeinmedizin und Naturwissenschaften, Zahnmedizin, fachübergreifende Bereiche, Patienteninformation und Patientenbehandlung. 
Ein besonderer Stellenwert kommt dabei der klinisch-praktischen Ausbildung zu. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen erworbenes Wissen nicht nur theoretisch beherrschen, sondern es unmittelbar in die Versorgung und Betreuung von Patientinnen und Patienten übertragen können.

Neue Perspektiven für qualifizierte Praxismitarbeitende
Der Bachelor Professional in Dentalhygiene fügt sich in das aufeinander aufbauende System der beruflichen Aufstiegsfortbildungen in Baden-Württemberg ein. Mit mindestens 1.200 Stunden stellt er innerhalb des Bereichs Dentalhygiene eine weiterführende Qualifikationsstufe dar. Das Fortbildungsprogramm des ZFZ zeigt dabei den beruflichen Entwicklungsweg von der ZFA über Qualifikationen wie ZMP beziehungsweise ZMF bis hin zum Dentalhygieniker Professional und zum Bachelor Professional in Dentalhygiene. 

Neben vertieftem zahnmedizinischem und allgemeinmedizinischem Wissen stehen die systematische Patientenbetreuung, Prävention und Parodontologie im Mittelpunkt. Damit trägt die Fortbildung auch den veränderten Anforderungen in einer modernen, präventionsorientierten Zahnarztpraxis Rechnung.

Für ZFZ-Direktorin Prof. Dr. Yvonne Wagner ist der neue Abschluss ein wichtiger Entwicklungsschritt:

„Mit dem Bachelor Professional in Dentalhygiene gehen wir am ZFZ einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung der beruflichen Aufstiegsfortbildung. Wir schaffen damit neue Perspektiven für hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und stärken zugleich die Dentalhygiene als wichtigen Bestandteil einer modernen, präventionsorientierten Zahnmedizin.“

Premiere im Mai 2027
Der erste Kurs startet am 31. Mai 2027. Mit dem neuen Angebot knüpft das ZFZ an seine langjährige Erfahrung in der Aus- und Fortbildung von Prophylaxe- und Dentalhygienefachkräften an und entwickelt diesen Bereich konsequent weiter.

Für die Zahnarztpraxen eröffnet der Abschluss zugleich die Möglichkeit, hochqualifizierte Mitarbeitende langfristig weiterzuentwickeln und deren Kompetenzen noch stärker in Prävention, Parodontologie und Patientenbetreuung einzubinden.

Die Premiere des Bachelor Professional in Dentalhygiene am ZFZ Stuttgart ist damit nicht nur ein neuer Kurs, sondern ein weiterer Baustein für attraktive berufliche Karrierewege im zahnmedizinischen Praxisteam.

Weitere Informationen zu Kursinhalten, Zulassungsvoraussetzungen und Anmeldung finden Interessierte unter www.zfz-stuttgart.de.
 


BZÄK & KZBV

Bericht der gemeinsamen Zahnärztlichen Patientenberatung veröffentlicht

Die gemeinsame Zahnärztliche Patientenberatung von BZÄK und KZBV ist eine zentrale Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten bei Fragen rund um die zahnmedizinische Versorgung. Dabei kommt den Beratungsstellen auch eine wichtige Funktion als Lotsen im komplexen Gesundheitssystem zu. Das zeigt der neue Bericht der Zahnärztlichen Patientenberatung mit dem Titel „Ratsuchende gut durchs System lotsen", der am 27. Oktober von BZÄK und KZBV veröffentlicht wurde. Die Auswertung des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) für die Jahre 2024/ 2025 basiert auf den einheitlich dokumentierten Beratungskontakten der bundesweit 30 Beratungsstellen von (Landes-)Zahnärztekammern und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen.

Mit insgesamt rund 65.000 Anliegen nutzten Patientinnen und Patienten in den Jahren 2024 und 2025 die kostenlosen Angebote der Beratungsstellen von (Landes-)Zahnärztekammern und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen. Die Nachfrage blieb damit im Vergleich zu den Vorjahren auf konstant hohem Niveau. Zugleich wurden die Fragestellungen komplexer: Neben Kosten- und Rechtsfragen spielen zunehmend auch interdisziplinäre Zusammenhänge sowie vorab recherchierte Informationen aus digitalen und KI-gestützten Angeboten eine Rolle. Die Beratungsstellen ordnen Informationen fachlich ein, schaffen Orientierung und lotsen Ratsuchende bei Bedarf gezielt zu den zuständigen Institutionen. Über alle Beratungsthemen hinweg konnte den Ratsuchenden meist unmittelbar weitergeholfen werden.

Zentrale Ergebnisse:

  • Die meisten Ratsuchenden (83 Prozent) waren gesetzlich krankenversichert, sechs Prozent hatten eine private Krankenversicherung. 
  • In vier von fünf Fällen (78 Prozent) konnten die Patientenberatungsstellen den Patientinnen und Patienten bei ihrem Anliegen unmittelbar weiterhelfen.
  • Die Beratungsgespräche erfolgten in den meisten Fällen (74 Prozent) telefonisch.
  • 61 Prozent der Beratungen betrafen Kosten- und Rechtsthemen; damit blieb dieser Bereich der häufigste Beratungsanlass.
  • 62 Prozent der Ratsuchenden waren Frauen.
  • 60 Prozent der Beratungskontakte entfielen auf die Altersgruppe zwischen 18 und 64 Jahren, weitere 24 Prozent auf die über 65-Jährigen.

Hintergrund: Die gemeinsame Zahnärztliche Patientenberatung
Die Patientenberatungsstellen der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen und (Landes-)Zahnärztekammern leisten bundesweit eine kostenlose und fachlich unabhängige Beratung durch zahnmedizinische Expertinnen und Experten. Das Angebot richtet sich an gesetzlich und privat Krankenversicherte gleichermaßen. Anspruch und Ziel der gemeinsamen Zahnärztlichen Patientenberatung ist es, die Eigenverantwortlichkeit und Souveränität von Patientinnen und Patienten zu stärken und dadurch die Zufriedenheit weiter zu steigern.

Weitere Informationen und die Kontaktdaten der Beratungsstellen in den Ländern können unter www.patientenberatung-der-zahnaerzte.de abgerufen werden. Der aktuelle Bericht der gemeinsamen Zahnärztlichen Patientenberatung ist dort als kostenloser Download verfügbar. 
 

Erstellt von: Andrea Mader, 27.10.2026

Aktualisiert von: Andrea Mader, 28.10.2026

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