Ausgabe 12/2026

LZK & KZV & IZZ

Neue Ausgabe von Patient aktuell 

Die Ausgabe April 2026 unseres Magazins "Patient aktuell" kann online abgerufen werden – als PDF und im komfortablen Blätterformat. In gedruckter Form sind zwei Exemplare unseres Magazins für Patientinnen und Patienten der Ausgabe 4/2026 des Zahnärzteblatts Baden-Württemberg zur Auslage im Wartezimmer beigelegt. Das „Patient aktuell“ berichtet dieses Mal über die Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz bei der Zahnprophylaxe. In einem weiteren Beitrag steht das Thema Weisheitszähne im Fokus und wir gehen der Frage nach, ob und wann sie gezogen werden müssen. Welche Folgen der hohe Zuckerkonsum in Deutschland hat, wird außerdem thematisiert. Und zu guter Letzt stellen wir das Handbuch der Mundhygiene vor, das Menschen mit pflegerischem Unterstützungsbedarf und ihren Angehörigen wertvolle Hilfe leisten kann. 


LZK

Arbeitsschutz, Hygiene und Praxisbegehungen - Serviceangebote der Abteilung Praxisführung der LZK BW

Die Abteilung Praxisführung der LZK BW bietet Zahnarztpraxen ein umfassendes Service- und Beratungsangebot rund um Arbeitsschutz, Hygiene und Praxisorganisation. Alle Angebote sind praxisnah aufbereitet und werden nachfolgend übersichtlich dargestellt.

Arbeitsschutzbetreuung - „BuS-Dienst Kammermodell“
Jede Zahnarztpraxis mit Beschäftigten ist gesetzlich zu einer betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung verpflichtet. Ziel ist die Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeitenden. Das BuS-Dienst Kammermodell der LZK BW bietet Praxen mit bis zu 50 Beschäftigten eine praxisgerechte Unterstützung, fachliche Begleitung und gezielte Qualifizierung der Praxisleitung.
Neu seit 2026: Im Rahmen des Arbeitsschutzes finden Begehungen durch das Gewerbeaufsichtsamt (ggf. auch durch die Berufsgenossenschaft) statt, um die Umsetzung der Schutzmaßnahmen zu prüfen und die Sicherheit im Praxisalltag zu gewährleisten. Weitere Informationen und Anmeldung.

Fortbildung für Praxis-Mitarbeitende: „Arbeitsschutz-Kompakt - Update“
Die Fortbildung vermittelt praxisnahes Wissen zu zentralen Themen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und unterstützt das Team dabei, Gefährdungen zu erkennen, Schutzmaßnahmen umzusetzen und aktiv mitzugestalten. 
Besonderer Nutzen: Die Fortbildung dient auch als Vorbereitung auf mögliche Arbeitsschutzbegehungen durch das Gewerbeaufsichtsamt, bzw. die Berufsgenossenschaft. Weitere Informationen und Anmeldung.

Fortbildung „Basic-Kurs-Organisation und Umsetzung“
Für die Umsetzung von Arbeitsschutz und Hygiene müssen relevante Dokumente korrekt bearbeitet werden. Das PRAXIS-Handbuch strukturiert Abläufe, Schutzmaßnahmen und Hygieneregeln.
Der Kurs vermittelt praxisnah, wie Dokumente geführt, Abläufe organisiert und Schutzmaßnahmen zuverlässig umgesetzt werden.
So wird die Sicherheit, Hygiene und der Arbeitsschutz im Team gestärkt, während die Praxisleitung entlastet wird. Weitere Informationen und Anmeldung.

Praxisbegehung durch das Regierungspräsidium - gut vorbereitet mit Unterstützung der LZK
Damit Hygiene im Praxisalltag ein Selbstläufer bleibt, bietet die LZK BW zur optimalen Vorbereitung auf mögliche Praxisbegehungen umfassende Unterstützung an:

Option1: Vor-Ort-Analyse
Überprüfung der Hygiene- und Aufbereitungsstandards gemeinsam vor Ort. Jeder Schritt – von der Instrumentenaufbereitung über die Dokumentation bis hin zum Raum- und Bereichskonzept wird nachvollziehbar besprochen.
•    Ergebnis: praxisindividueller Bericht
•    Inklusive: Fortbildungsbescheinigungen für alle Teilnehmenden
•    Dauer: ca. 4 - 6 Stunden
•    Kosten: 825 € (inkl. MwSt.)
Zum Beauftragungsformular 

Option2: Selbstständige Vorbereitung
Das PRAXIS-Handbuch unterstützt bei eigenständiger Vorbereitung: praxisnahe Checklisten, kompakte Ratgeber und Muster-Dokumente helfen, Ihre Praxis optimal vorzubereiten. Zur „Schaltfläche 5“ im PRAXIS-Handbuch.
 


LZK

Landesweiter SuB-Erfahrungsaustausch

Es ist eine bundesweit einzigartige Versorgungsstruktur: Viele Zahnärztekammern blicken mit Anerkennung auf die Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg und ihre 40 Senioren- und Behindertenbeauftragten. Diese fungieren nicht nur als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für zahnärztliche Kolleginnen und Kollegen bei Fragen zur Betreuung von Menschen mit Unterstützungsbedarf, sondern sind zugleich zentrale Anlaufstelle für alle Akteure in der Pflege – insbesondere für stationäre Einrichtungen, ambulante Pflegedienste sowie pflegende Angehörige. Am 7. März 2026 kamen die Beauftragten zum jährlichen Erfahrungsaustausch im Zahnärztehaus Stuttgart zusammen. LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert, der traditionell die Begrüßung als Gastgeber übernahm, betonte dabei den Wunsch, die Sichtbarkeit der Senioren- und Behindertenbeauftragten weiter zu erhöhen: „Die SuBler sollten sich noch stärker zeigen.“

Die jährlichen Treffen dienen sowohl dem kollegialen Austausch als auch der fachlichen Fortbildung.

Mit PD Dr. Peter Schmidt, dem neuen Leiter des Funktionsbereichs Kinder-, Jugend- und inklusive Zahnmedizin am Universitätsklinikum Ulm, konnten die Teilnehmenden  in diesem Jahr ein Impulsreferat auf hohem fachlichem Niveau erleben. Unter dem Titel „Special Care Dentistry - Abenteuer & Herausforderung“ gab Dr. Schmidt wertvolle Einblicke in ein anspruchsvolles und zugleich zunehmend bedeutendes Versorgungsfeld.

Mit großem Lob für die in Baden-Württemberg bereits etablierten Maßnahmen der Special Care Dentistry – etwa den inklusiven Zahnputzplan – skizzierte Dr. Schmidt den strukturierten Versorgungsansatz des Universitätsklinikums Ulm. Im Mittelpunkt steht dabei die Behandlung von Menschen aller Altersgruppen mit besonderem Unterstützungsbedarf und begleitenden Allgemeinerkrankungen, insbesondere auch unter Vollnarkose. Die Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie verfolgt diesen Ansatz unter der Leitung ihrer neuen Ärztlichen Direktorin, Prof. Dr. Olga Polydorou, konsequent und interdisziplinär.

Im Anschluss an das Impulsreferat von PD Dr. Schmidt informierte der stellvertretende Präsident der LZK sowie Verwaltungsratsmitglied der Zahnmedizinischen Patientenberatungsstelle Baden-Württemberg, Dr. Bert Bauder, über den aktuellen Stand der zum 1. November 2025 gestarteten Beratungsplattform ZIMBA. „Die Plattform muss noch stärker beworben werden“, appellierte Dr. Bauder an die anwesenden Beauftragten. In diesem Zusammenhang stellte er neue Informationsmaterialien – darunter einen Flyer sowie eine Visitenkarte – zur Weitergabe und Auslage in den Praxen vor.

Für ihre langjährige Mitarbeit im Arbeitskreis für den Bezirk Karlsruhe sowie ihr Engagement als Senioren- und Behindertenbeauftragte wurde Dr. Ulrike Heiligenhaus-Urmerbach geehrt.

Über aktuelle Entwicklungen in der geriatrischen und inklusiven Zahnmedizin informierten zudem die Referenten Dr. Elmar Ludwig und Sarah Gronwald.

Wie bereits im Vorjahr sammelten die Arbeitskreismitglieder zum Abschluss des Erfahrungsaustauschs gemeinsam mit den SuB-Beauftragten ihrer Bezirke in Gruppenarbeit Wünsche und Anregungen, die anschließend vorgestellt wurden.

Der Austausch machte erneut deutlich, mit wie viel Engagement die Senioren- und Behindertenbeauftragten landesweit dazu beitragen, Teilhabe und Versorgungssicherheit für Menschen mit Unterstützungsbedarf zu stärken.

 


IZZ

Neuer IZZ-Podcast: Implantologie versus Endodontie

Mit der aktuellen Folge des IZZ-Podcasts „Auf den Zahn gefühlt“ widmet sich das IZZ Baden-Württemberg einer Fragestellung, die in der zahnärztlichen Praxis regelmäßig hohe fachliche Relevanz besitzt: Kann ein stark geschädigter Zahn erhalten werden oder ist eine Implantatversorgung die sinnvollere Lösung?

Gerade bei Schmerzen, Entzündungen oder größeren Defekten ist die Entscheidung zwischen Zahnerhalt und Zahnersatz häufig differenziert zu treffen. Zwischen den Möglichkeiten der modernen Endodontie und den therapeutischen Optionen der Implantologie gilt es, individuell abzuwägen. Welche Erfolgsaussichten die Wurzelbehandlung heute bietet, wo ihre Grenzen liegen und in welchen Fällen ein Implantat angezeigt sein kann, erläutert Prof. Dr. Fabian Cieplik, Ärztlicher Direktor der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie am Universitätsklinikum Freiburg.

Die Folge bietet der Zahnärzteschaft eine fachlich fundierte Einordnung eines Themas, das sowohl für die therapeutische Entscheidungsfindung als auch für die Kommunikation mit Patientinnen und Patienten von großer Bedeutung ist.

Jetzt reinhören: https://izzbw.de/podcasts/

Gern können Sie die Podcastfolge auch über Ihre Praxis-Website oder Ihre digitalen Kommunikationskanäle weitergeben – zur internen Wissensvermittlung im Team oder als seriöses Informationsangebot für Patientinnen und Patienten.

Erstellt von: Andrea Mader, 17.03.2026

Aktualisiert von: Andrea Mader, 18.03.2026