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Ausgabe 18 / 2017

BUNDESZAHNÄRZTEKAMMER


BZÄK-Bundesversammlung: Geschlossenes und beeindruckendes Auftreten der BW-Delegierten

Dass die diesjährige Bundesversammlung zu den lebhaftesten gehörte, die BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel je erlebte, hat ganz wesentlich an diskussionsfreudigen baden-württembergischen Delegierten gelegen. Durch kluges Netzwerken und fachlich überzeugende Argumente ist es gelungen, dem PAR-Konzept von KZBV, BZÄK und DG Paro "Leitplanken" zu verpassen.

 

Welchen Stellenwert das Thema PAR-Versorgungskonzept in der BZÄK-Bundesversammlung einnehmen sollte, war nicht nur erkennbar an der Präsenz der KZBV-Vorstandsspitze, sondern auch an der Tatsache, dass es nur zum Antrag 6.1.1 "Prävention, Therapie und Nachsorge parodontaler Erkrankungen fördern" des BZÄK-Vorstandes eine Einführung durch BZÄK-Vize Prof. Oesterreich gab. Die Marschrichtung war ebenfalls erkennbar - wortgleich sollte die Bundesversammlung die Anträge der KZBV-Vertreterversammlung vom Vortag verabschieden, um die KZBV mit einem umfassenden Verhandlungsmandat auszustatten. Aber... unbeugsame Gallier bzw. Baden-Württemberger wollten dieser vorgegebenen Marschroute nicht widerspruchslos folgen. Und sie hatten gute fachliche Argumente, die auch Delegierte anderer Länderkammern überzeugte. Der von LZK-Vize Dr. Norbert Struß erarbeitete Leitplanken-Antrag zum PAR-Versorgungskonzept fand die Unterstützung der Delegierten der Zahnärztekammern Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hessen. Als weitesgehender Antrag als erstes abgestimmt, fand der baden-württembergische Antrag schließlich auch eine große Mehrheit in der Bundesversammlung. Baden-Württemberg hatte der Versammlung mit ihrem Antrag eine "goldene Brücke" gebaut - die Folgeanträge des BZÄK-Vorstandes, der KZBV-Spitze und der bayerischen Delegierten zum PAR-Konzept fanden im Anschluss dann ebenfalls eine große Mehrheit.

 

Zielführendes Vorgehen und kompetente Experten führten die Baden-Württemberger auch bei der GOZ zum Erfolg. Die kaum überschaubare Anzahl an Anträgen wurde auf 6 konsentierte Anträge verdichtet. Dank der überzeugenden Argumente von LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert hat der BZÄK-Vorstand seine Leitanträge zurückgezogen und durch den baden-württembergischen Antrag ersetzt. Mit der einstimmigen Verabschiedung aller Anträge setzte die Bundesversammlung dann ein klares Zeichen: Ablehnung der GOÄ-Novelle aus ordnungspolitischen Gründen, Absage an eine Begrenzung des Steigerungssatzes in der GOZ, sofortige Anpassung des GOZ-Punktwertes und eine jährliche Dynamisierung. 

 

Zielweisende Debatten und Beschlussfassungen führte und traf das oberste Entscheidungsgremium der deutschen Zahnärzteschaft auch bei den Themen Medizinische Versorgungszentren MVZ, Approbationsordnung für Zahnärzte, Digitalisierung des Gesundheitswesens und EU-Dienstleistungspaket und Bereichsausnahme für die Heilberufe. Alle Ergebnisse lesen Sie in der nächsten Ausgabe des ZBW!

 

LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert zeigte sich am Ende der zweitägigen Bundesversammlung überaus zufrieden und dankte den BW-Delegierten für "ein geschlossenes und beeindruckendes Auftreten", "so viel Erfolg war selten!"

 

 

Festakt zum Deutschen Zahnärztetag: Verleihung der Ehrennadel der Deutschen Zahnärzteschaft in Gold an LZK-Ehrenpräsident Dr. Udo Lenke

"Mit Ihrem Wissen und Ihren Erfahrungen haben Sie der Kollegenschaft über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus wertvolle Dienste erwiesen. Dafür gebührt Ihnen unser aller Dank, Respekt und höchste Anerkennung" - mit diesen Worten verlieh BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel die Ehrennadel der Deutschen Zahnärzteschaft in Gold an Dr. Udo Lenke.

 

Nur ein Jahr nach seinem offiziellen Ausscheiden als LZK-Präsident und der Verleihung der Ehrenpräsidentschaft der Landeszahnärztekammer BW, erhält Dr. Udo Lenke diese höchste Auszeichnung der deutschen Zahnärzteschaft für sein 24-jähriges standespolitisches Wirken. Er hat eine Ära geprägt, nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch auf Bundesebene. "Beharrlich und selbstbewusst haben Sie baden-württembergische Interessen und innovative Vorschläge eingebracht", so sein langjährigen Weggefährte BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel in seiner Laudatio beim Festakt zur Eröffnung des Deutschen Zahnärztetages, "aber es war stets auch seine Intention, dass sich die gesamte Profession weiterentwickeln muss, um ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, eine qualitativ hochwertige zahnmedizinische Versorgung für die Patienten zu gewährleisten".

 

Neben Dr. Udo Lenke haben seine langjährigen Kollegen im BZÄK-Vorstand, Dr. Wolfgang Schmiedel (Berlin) und Dr. Andreas Wagner (Thüringen), die hohe Auszeichnung erhalten. Stellvertretend bedankte sich Dr. Wolfgang Schmiedel im Namen der Geehrten in einer emotionalen Grußbotschaft für die Würdigung.

 

 

LANDESZAHNÄRZTEKAMMER


Allianz für Fachkräfte BW: LZK BW unterstützt die Vereinbarung der Fachkräfteallianz

Die Fachkräftesicherung stellt die Zahnarztpraxen im Land vor große Herausforderungen. Die Fachkräfteallianz BW hat sich zum Ziel gesetz, einen Beitrag zur Sicherung des Fachkräfteangebots zu leisten. Der LFB ist Partner der Fachkräfteallianz - und damit auch die LZK BW, die die Vereinbarung der Fachkräfteallianz BW in zahlreichen Bereichen unterstützt.

 

Die Fachkräfteallianz vereint in Baden-Württemberg alle Partner, die an der Fachkräftesicherung im Land mitarbeiten. Am 10. Oktober 2016 hat sich die Fachkräfteallianz neue Ziele gesetzt, die ab 2017 angesteuert werden. Nach dieser Vereinbarung setzt sich die Fachkräfteallianz zum einen dafür ein, den in bestimmten Berufen bestehenden Fachkräftemangel zu verringern, und zum anderen, die Folgen des demografischen Wandels für den Arbeitsmarkt abzufedern.In der Allianz sind über 40 Partner vertreten, Wirtschaftsorganisationen, Gewerkschaften, Ligaverbände ...und der Landesverband der Freien Berufe, den die Landeszahnärztekammer mitgestaltet.

 

Zu zahlreichen Zielen und Handlungsfeldern, die sich die Allianz ab dem Jahr 2017 gesetzt hat, leistet die LZK BW bereits einen Beitrag. Dazu gehören der Ausbau der beruflichen Weiterbildung durch die regelmäßige Überarbeitung der Fortbildungsordnungen für ZFA und die Einführung einer neuen Aufstiegsfortbildung Dentale/r Fachwirt/in. Auch zur Förderung der Beschäftigung von Frauen trägt die LZK durch die Maßnahmen des Netzwerks Teilzeitausbildung BW und dem Berufs-Wiedereinsteigerinnen-Programm bei.Ebenfalls hat die LZK konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Ziele der Beschäftigungssteigerung von Menschen mit Migrationshintergrund und die Qualifizierung von an- und ungelernten Personen zu fördern. Und die LZK leistet einen erheblichen Beitrag im Bereich der Pflegefachkräfte durch ihre Schulungsmaßnahmen in den Pflegeeinrichtungen und ihre Kooperation mit den Altenpflegeschulen.

 

 

Erstellt von: Andrea Mader, 12.11.2017

Aktualisiert von: Tricept AG, 08.12.2021