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Ausgabe 04 / 2019

LANDESZAHNÄRZTEKAMMER

 

LZK-Präsident bei Koordinierungskonferenz der Vertreter der (Landes)Zahnärztekammern in Landesverbänden der Freien Berufe in Brüssel

Am 2. und 3. April 2019 fand das Treffen der zahnärztlichen Vertreter in den Verbänden der Freien Berufe statt. Mit dabei auch LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert, der seine europapolitische Interessenvertretung im Vorfeld der Europawahl nach Straßburg jetzt in Brüssel fortsetzte. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung Europas für die Freien Berufe und besonders der Gesundheitsberufe fand die Sitzung in Brüssel statt. Auf der Tagesordnung stand auch ein Besuch im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA).

 

Ziel der Koordinierungskonferenz war es, die Arbeit der zahnärztlichen Vertreter im Bundesverband der Freien Berufe (BFB) und den Landesverbänden der Freien Berufe zu koordinieren, um so die Wahrnehmung zahnärztlicher Interessen in diesen Gremien zu verbessern.


Angesichts der bevorstehenden Europawahl und aufgrund der zunehmenden Bedeutung Europas für die Freien Berufe und besonders die Gesundheitsberufe fand die Sitzung auf Vorschlag der BZÄK in Brüssel statt. Auf der Tagesordnung stand auch ein Besuch im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA). Der Vorsitzende der Gruppe Vielfalt in Europa, RA Arno Metzler, informierte dabei über die vielfältigen Tätigkeiten des EWSA im Bereich der Freien Berufe. Ferner kam es zu einem Gedankenaustausch mit dem neuen Hauptgeschäftsführer des BFB, RA Peter Klotzki, zum Thema Freie Berufe in Europa.

 

 

LANDESZAHNÄRZTEKAMMER

34. Karlsruher Konferenz der Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe

Mit dem Karlsruher Vortrag von Prof. Dr. Michael Hochgeschwender zum hochpolitischen Thema "Trumps politische Ahnen? Eine Genealogie des Populismus in den USA" fand die 34. Karlsruher Konferenz am 6. April 2019 ihren traditionellen Abschluss. Beim wissenschaftlichen Programm am Vortag beleuchten vier ausgewiesene Experten aus Israel, der Schweiz und Deutschland das Thema "Okklusion - was gibt es Neues?" Im Rahmen der Tagung erhielt Prof. Dr. Margrit-Ann Geibel den Walther-Engel-Preis aus den Händen von LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert.

 

Mit dem aktuellen Tagungsschwerpunkt Okklusion versprach die Karlsruher Konferenz 2019 schon im Vorfeld spannend und hilfreich für die Praxis zu werden. Und tatsächlich lockten die von Akademie-Direktor Prof. Dr. Winfried Walther geladenen vier Experten zahlreiche interessierte Zahnärztinnen und Zahnärzte in die Karlsruher Gartenhalle am Zoo. Jeder der vier Referenten - Prof. Dr. Jens Türp aus Basel, Prof. Dr. Hans-Jürgen Schindler aus Karlsruhe, Prof. Dr. Ani Smidt aus Jerusalem und PD Dr. Daniel Hellmann aus Würzburg - bearbeitete einen wichtigen Aspekt des Okklusions-Kapitels: die Dentalanthropologie, die Okklusionskonzepte, die prothetische Therapie und die Therapie der craniomandibulären Dysfunktion.


Walther-Engel-Preis

Der mit 7.500 € dotierte "Walther-Engel-Preis" in Anerkennung der Pionierleistung von Prof. Dr. Walther Engel um die Gründung und Entwicklung einer modellhaften Fortbildungsstätte des zahnärztlichen Berufsstandes wird jährlich zur Karlsruher Konferenz verliehen und vom Präsidenten der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg überreicht. In diesem Jahr überreichte Dr. Torsten Tomppert den Preis an Prof. Dr. Margrit-Ann Geibel aus Ulm. Das Preisgeld ist für einen wissenschaftlichen Fortbildungsaufenthalt im Ausland bestimmt.

 

Parallel zu den Zahnärztinnen und Zahnärzten tagten die Zahnmedizinischen Fachangestellten beim Karlsruher Tag der ZFA unter der Leitung des Referenten für Zahnmedizinische Mitarbeiterinnen der BZK Karlsruhe, Dr. Robert Heiden.

 

Karlsruher Vortrag "Mund auf"
Traditionell wird die wissenschaftliche Fortbildungsveranstaltung abgerundet durch den „Karlsruher Vortrag". Heute wie bei seiner Inauguration im Jahre 1983 ist der stets gut besuchte Vortrag ein Zeichen für die Verbundenheit der Akademie und der zahnärztlichen Profession mit der Gesellschaft. In diesem Jahr hatte die Akademie Prof. Dr. Michael Hochgeschwender eingeladen. Er ist Professor für Nordamerikanische Kulturgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und gefragter Experte, wenn es um die Geschichte der USA geht. In seinem Vortrag „Trumps politische Ahnen? Eine Genealogie des Populismus in den USA“ nahm er die Geschichte und den aktuellen Zustand der amerikanischen Demokratie sowie die Präsidentschaft Donald Trumps unter die Lupe. Dabei ging es um das Ende alter Sicherheiten und Gewissheiten und um eine bevorstehende neue Weltordnung.

 

 

GESUNDHEITSPOLITIK

Kabinett beschließt Implantatregister: Kein Zahnersatz

Das Bundeskabinett hat den Entwurf eines „Gesetzes zur Errichtung eines Implantateregisters Deutschland und zu weiteren Änderungen des Fünften Buches Sozialgesetzbuch“(Implantateregister-Errichtungsgesetz, EIRD) beschlossen. Ziel des Registers ist es, die Sicherheit und Qualität von Implantationen für gesetzlich und privat Versicherte zu verbessern. Laut BMG werden Hüftgelenk- und Knie-Endoprothesen sowie Brustimplantate als erste Implantate erfasst. Zahnersatz ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgesehen.

 

Mit dem neuen Register möchte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für mehr Transparenz und Sicherheit bei Implantaten sorgen. Die erfassten Daten (zum Beispiel zur Funktionsdauer der Implantate) ermöglichten die Bewertung der Qualität der Implantate und der implantierenden Einrichtungen, heißt es in einer Pressemitteilung des BMG. "Das Implantateregister ist ein wichtiger Schritt für mehr Patientensicherheit. Dadurch wissen wir künftig, wer welches Implantat bekommen hat. Wenn wir Probleme mit einem Produkt feststellen, können wir dann schnell abfragen, ob es ähnliche Fälle gibt und im Zweifelsfall Patienten warnen", sagt der Bundesgesundheitsminister.

 

Zu den wesentlichen Regelungen des geplanten Implantatregisters heißt es weiterhin in der Pressemitteiung der BMG:

  • Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) wird als Registerstelle die zentrale Datensammlung übernehmen. Die Anschubfinanzierung erfolgt durch den Bund, der laufende Betriebwird durch Entgelte finanziert.
  • Das Robert Koch-Institut richtet eine unabhängige Vertrauensstelle ein, die alle personenbezogenen Daten pseudonymisiert.
  • Für die Übermittlung der Datensätze wird die Telematikinfrastruktur genutzt.
  • Um die Aussagefähigkeit des Registers zu gewährleisten, ist die Meldung an das Register für Gesundheitseinrichtungen, gesetzliche und private Krankenversicherungen und alle Patientinnen und Patienten verpflichtend.
  • Die Hersteller sind verpflichtet, ihre Produkte in der Produktdatenbank des Registers zu registrieren.Bei Meldeverstößen der implantierenden Einrichtung oder der Verwendung von nicht in der Produktdatenbank registrierten Implantaten sieht der Gesetzentwurf einen Vergütungsausschluss vor.
  • Es sind umfassende Vorgaben an die Transparenz enthalten, wie zum Beispiel jährliche Berichte durch die Registerstelle und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
  • Der Aufwand, der den Gesundheitseinrichtungen durch die verpflichtende Meldung an das Register zusätzlich entsteht, wird erstattet.
  • Es werden die Rahmenbedingungen für die Datenübernahme von bestehenden Registern geregelt.
  • Der tatsächliche Beginn der Meldepflicht für die einzelnen Implantattypen hängt jeweils von dem Vorliegen aller technischen Voraussetzungen für die Entgegennahme der Meldung durch das Register ab und wird durch Rechtsverordnung konkretisiert.
  • Voraussichtlich werden Hüftgelenk-und Knie-Endoprothesen sowie Brustimplantate ab Mitte 2021 als erste Implantate erfasst werden können

 

LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert setzte seine europapolitische Interessenvertretung im Vorfeld der Europawahl in Brüssel fort und besuchte mit den Kammervertretern der Landesverbände der Freien Berufe den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert verleiht den Walter-Engel-Preis 2019 an Prof. Dr. Margrit-Ann Geibel aus Ulm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erstellt von: Andrea Mader, 03.04.2019

Aktualisiert von: Andrea Mader, 08.04.2019