Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich lade Sie herzlich zur 61. Bodenseetagung der Bezirkszahnärztekammer Tübingen am 18. und 19. September 2026 in der Inselhalle Lindau ein. Unterdem Thema „Abrasionsgebiss: Diagnostik, Therapie, Nachsorge – interdisziplinär“ erwartet Sie ein kompaktes, praxisnahes Fortbildungsprogramm mit viel Raum für Austausch und Begegnung.
Ein besonderer Höhepunkt ist unser neues Format Dental-Connect: Am Freitagabend ab 18:00 Uhr möchten wir den Fortbildungstag gemeinsam bei Essen, Getränken und Musik ausklingen lassen – mit Zeit für Gespräche, neue Kontakte, unsere Aussteller und kollegiales Netzwerken.
Begleiten Sie die Lindauer Tagung auch online: Auf Facebook, Instagram und TikTok ( bodenseetagung_bzkt ) finden Sie aktuelle Hinweise, Einblicke und Impressionen rund um die Veranstaltung. Teilen Sie die Beiträge gerne auch mit Ihrem Praxisteam.
Ich freue mich, wenn Sie dabei sind – gerne gemeinsam mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Anmeldung unter: https://bodenseetagung.eu/
Mit herzlichen kollegialen Grüßen
Dr. Markus Steybe Prof. Ralph Luthardt Dr. Jochen Eble
Vors. der BZK Tübingen Fortbildungsreferent Referent für Mitarbeiterinnen
Mit dem GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz wird erneut versucht, Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung auf Kosten der Leistungserbringer zu lösen. Statt strukturelle Verantwortung zu übernehmen, werden Ausgaben begrenzt und notwendige Versorgungsspielräume verengt.
Dass gespart werden muss, ist unstrittig. Entscheidend ist jedoch, wo gespart wird: Wer Budgets wieder einführt und Ausgaben strikt an Einnahmen koppelt, schwächt langfristig die zahnärztliche Versorgung und gefährdet Versorgungssicherheit – besonders dort, wo Strukturen ohnehin unter Druck stehen.
Unklar bleibt auch der Nutzen der neuen KFO-Facharztregelung. Kurzfristige Einsparungen werden mit zusätzlicher Bürokratie erkauft – ausgerechnet in einer Zeit, in der Bürokratieabbau versprochen wird. Die KZBV wird nun ein schwer durchschaubares Regelwerk praktikabel machen müssen, während die Folgen für die Versorgung, insbesondere im ländlichen Raum, absehbar sind.
Auch der Umgang mit unserem Berufsstand zeigt, wie groß die Distanz zwischen politischen Entscheidungen und Praxisrealität geworden ist. Für unsere Erfolge in der Prävention erhalten wir Anerkennung; wenn es jedoch um konkrete Verbesserungen in der GOZ oder um die Abschaffung von Budgets in der GKV geht, bleiben verbindliche Schritte aus. Konstruktive Gespräche verlieren an Wert, wenn ihnen keine wirksamen Entscheidungen folgen.
Deshalb sollten wir Bundestagsabgeordnete vor Ort klar mit den Folgen ihrer Untätigkeit konfrontieren: mit drohenden Versorgungslücken, wachsender Bürokratie und fehlender Wertschätzung für unseren Berufsstand.
Auf Landesebene suchen wir weiterhin das konstruktive Gespräch und hoffen, dass das im Juli beschlossene Effizienzgesetz spürbare Erleichterungen im Praxisalltag bringt.
Dr. Markus Steybe
Vorsitzender der BZK Tübingen