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Mai16 Neuer Höchststand bei Kooperationsverträgen

12. Mai 2016

Die Zahl der Kooperationsverträge zwischen Zahnärzten und stationären Pflegeeinrichtungen erreicht einen neuen Höchststand

Rund zwei Jahre nach Verabschiedung einer entsprechenden Rahmenvereinbarung zwischen Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) und GKV-Spitzenverband wurden im gesamten Bundesgebiet bislang mehr als 2.700 solcher Verträge geschlossen – Tendenz weiter steigend. Dies teilte die KZBV in Berlin anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Pflege mit. In Baden-Württemberg wurden bisher 254 Verträge abgeschlossen, in 136 Zahnarztpraxen bzw. von 178 Zahnärztinnen und Zahnärzten. Viele baden-württembergische Zahnärztinnen und Zahnärzte sind darüber hinaus auch ohne Kooperationsvertrag in der aufsuchenden Betreuung aktiv.

Wachsende Zahl von Verträgen zeigt Akzeptanz des neuen Angebots
„Die Zahl der Verträge ist ein wichtiger Etappenerfolg, auf den die Vertragszahnärzteschaft zu Recht stolz ist. Aber das reicht uns noch nicht. In absehbarer Zeit soll möglichst jedes Pflegeheim in Deutschland einen eigenen Kooperationszahnarzt haben. Wir arbeiten daher weiter aktiv an der Verbreitung solcher Verträge. Gerade in der Zahnmedizin müssen die Bedarfe pflegebedürftiger Menschen besonders berücksichtigt werden. Die wachsende Zahl von Verträgen zeigt die Akzeptanz und die Notwendigkeit dieses vergleichsweise neuen Versorgungsangebotes“, sagte Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV.

Rahmenvereinbarung zwischen KZBV und GKV-Spitzenverband
Durch eine Rahmenvereinbarung zwischen KZBV und GKV-Spitzenverband können Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte seit April 2014 pflegebedürftige Patienten direkt vor Ort systematisch betreuen, wenn ein Kooperationsvertrag mit der entsprechenden Pflegeeinrichtung besteht. Die Betreuung umfasst eine Eingangsuntersuchung sowie weitere Untersuchungen zur Feststellung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten. Der Zahnarzt dokumentiert für jeden Pflegebedürftigen Pflegezustand und Behandlungsbedarf anhand eines Formblattes und leitet das Pflegepersonal individuell an.

Spezielle Angebote auch im ambulanten Bereich
Neben dem stationären Sektor sind Zahnärzte auch bei der Betreuung von Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld aktiv. Seit Inkrafttreten des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes und der Einführung zusätzlicher Leistungen für die aufsuchende Versorgung haben gesetzlich Versicherte einen Rechtsanspruch auf den Besuch eines Zahnarztes zuhause, wenn sie selbst keine Praxis mehr aufsuchen können. Die Zahl dieser Besuche ist im Jahr 2014 – verglichen mit dem Vorjahr – um etwa 8,5 Prozent auf etwa 787.000 gestiegen. Die meisten Besuche entfielen auf die zahnärztliche Versorgung von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung.

Hintergrund – Internationaler Tag der Pflege
Der heutige 12. Mai steht als Internationaler Tag der Pflege traditionell im Zeichen der Pflegeberufe. Der Aktionstag geht zurück auf den Geburtstag der britischen Krankenschwester Florence Nightingale, die als wegweisende Pionierin der modernen Krankenpflege gilt.
Derweil demonstrieren Krankenpfleger am heutigen Donnerstag im Südwesten gegen Personalnot in Krankenhäusern. Mitarbeiter wollen ihre Überstunden auf Schilder schreiben und vor den Kliniken zu einem symbolischen Überstundenberg häufen, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. «Es brodelt in den Krankenhäusern» ist das Motto der Aktion zum Tag der Pflege. Der Organisator Jürgen Lippl berichtet von Pflegern mit bis zu 600 Überstunden. Mehrarbeit sei in Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen aufgrund von Personalnot ein Dauerproblem.

Quelle: Pressemitteilung KZBV, dpa-Meldung, KZV BW, eigene Recherchen



Quelle: Pressemitteilung KZBV, dpa-Meldung, KZV BW, eigene Recherchen

Erstellt von: Tricept AG, 21.01.2020

Aktualisiert von: Tricept AG, 08.12.2021