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Aug18 Gesunder Start in die Schule

30. August 2018

Schultüten, die vor allem Süßigkeiten enthalten, können gesundheitliche Schäden anrichten, nicht nur an den Zähnen.

Angesichts der rund 100 000 Erstklässler, die in diesem Jahr im Ländle eingeschult werden, möchte die baden-württembergischen Zahnärzteschaft auf den Zusammenhang von Zucker und Zahnschäden hinzuweisen. Schultüten, die vor allem Süßigkeiten enthalten, sind kein guter Start, sondern können gesundheitliche Schäden anrichten, nicht nur an den Zähnen. Natürlich dürfen ein Lieblings-Lolli und ein bevorzugter Schokoriegel in die Schultüte wandern. Besser für die Zähne von Schulanfängern ist es allerdings, wenn zahnfreundliche Süßigkeiten ausgewählt werden, die man am weiß-roten „Zahnmännchen“ erkennt.

Gesunde Alternativen für die Schultüte
Eine Leckerei, die den Zähnen nicht schadet, ist die unter dem Namen Studentenfutter bekannte Mischung aus Trockenobst und ungesalzenen Nüssen, die man portionsweise und appetitlich in kleine Tütchen verpacken kann. ABC-Schützen werden bestimmt gern zugreifen, denn die Trockenfrüchte schmecken von Natur aus süß, zusammen mit Mandeln, Haselnüssen und Cashewkernen liefern sie außerdem wertvolle Nähr- und Ballaststoffe. Ein paar Kekse dürfen auch mit in die Tüte, empfehlenswert sind Vollkornkekse mit möglichst wenig Zuckerzusatz. Am gesündesten ist es jedoch, wenn Nützliches und Schönes, wie Schulaccessoires, Bastelsachen oder Spielzeug, in der Schultüte landen.

Obwohl der Großteil der Kinder und Jugendlichen in Baden-Württemberg vorbildliche Zähne hat, ist Karies vor allem im Milchgebiss weit verbreitet. Trotz vieler Vorbeugungs-Programme bei Kindergartenkindern und in der Schule liegt die Häufigkeit der Milchzahnkaries bei 10 bis 15 Prozent. Sorgen machen der Zahnärzteschaft vor allem soziale Brennpunkte, wo bis zu 40 Prozent der Kinder Karieserfahrung haben. Sie müssten eine besonders gründliche Mundhygiene betreiben und alle vorbeugenden Maßnahmen in Anspruch nehmen, die die Zahnärzteschaft heute anbieten kann.

Naschen mit Augenmaß
Auch in der Schulpause sollte Zucker tabu sein. Daher sollten Eltern keine Pausenbrote mit süßem Aufstrich mitgeben und bei den Getränken auf gezuckerte Limos, Tees und Fruchtsaftschorlen verzichten. Besser ist es, Obst, Gurken- und Gemüsesticks in die Brotbox zu geben und den Durst mit Mineralwasser zu stillen. Wenn genascht werden darf, dann zu Hause, zu festen Zeiten und nicht über den ganzen Tag verteilt.

Quelle: IZZ


Bildquelle: Jenny Sturm, stock.adobe.com

Erstellt von: Tricept AG, 21.01.2020

Aktualisiert von: Tricept AG, 23.01.2020