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Aug18 Bestnote für Zahnärzte bei Aufklärung

02. August 2018

Laut Jameda-Patientenbarometer 2/2018 fühlen sich die Patienten von Zahnärzten am besten aufgeklärt.

Jüngst erhielten die Zahnärzte Deutschlands in Sachen Patientenaufklärung die Bestnote: Patienten von Zahnärzten fühlen sich laut aktuellem Jameda-Patientenbarometer 2/2018 am besten aufgeklärt. Das Patientenbarometer erhebt halbjährlich die Stimmung der Patienten, die auf der Plattform Jameda ihre Ärzte und Zahnärzte bewerten. Hierbei werden Schulnoten von 1 bis 6 vergeben. In puncto Patientenaufklärung erhielten die Zahnärzte bundesweit im Schnitt die Note 1,32 – das war mit Abstand die beste Note. Im Vergleich dazu erhielt die Gruppe der Ärzte von ihren Patienten für die Aufklärung im Schnitt die Note 1,79. Innerhalb der Facharztgruppen gab es dabei große Unterschiede: So schnitten die Urologen mit der Note 1,56 am besten ab, die Hautärzte mit der Note 2,28 am schlechtesten. Interessant sind außerdem die unterschiedlichen Bewertungen von Männern und Frauen: Insgesamt fühlen sich die Männer besser von den Ärzten aufgeklärt als die Frauen. Unterschiede gibt es auch bei den Krankenversicherungen. Privatpatienten sind mit der Aufklärung deutlich zufriedener als Kassenpatienten. Dies könnte mit dem Kriterium „Genommene Zeit“ zusammenhängen, mit der die Privatpatienten ebenfalls zufriedener sind als gesetzlich Versicherte. Möglicherweise wird Privatversicherten mehr Zeit im Behandlungszimmer gewidmet, so dass sich diese besser aufgeklärt fühlen als Kassenpatienten.

Inwieweit die Jameda-Bewertung trotz der hohen Nutzerzahlen (monatlich 6 Mio. Patienten) tatsächlich repräsentativ ist, lässt sich schlecht beurteilen. Jameda ist unlängst kritisiert worden, weil sich Ärzte und Zahnärzte gegen eine Gebühr besonders hervorheben lassen können. Diese Hervorhebung könnte dazu führen, dass mehr Patienten auf sie aufmerksam werden, was sich anschließend in der Bewertung niederschlagen könnte. Ärzte und Zahnärzte mit dem Jameda-Status „Gold“ signalisieren den Portalnutzern, dass sie zahlende Kunden sind und ihre Patienten umfangreich über sich informieren (z. B. durch Bilder und Texte). Laut Jameda soll dies jedoch keinen Einfluss auf die Bewertungen oder die Platzierung in den Jameda-Ärztelisten haben. Doch die Ärzte/Zahnärzte mit einem Basisprofil treten bei diesem Angebot optisch in den Hintergrund, weil sie ohne Fotos dargestellt sind. Neuerdings bietet Jameda zahlenden Kunden die Funktion „Online-Terminvergabe“ an. So können Patienten bei Ärzten und Zahnärzten, die diese Funktion integriert haben, ihren nächsten Termin online vereinbaren. Zudem gehört seit 2017 die Patientus GmbH zu Jameda, so dass Patienten auch Online-Videosprechstunden auf Jameda online buchen können. All dies erhöht den Druck auf Ärzte und Zahnärzte, die sich bislang nicht dazu entscheiden konnten, für ein professionelles Profil bei Jameda zu bezahlen. Laut BGH-Urteil vom 20. Februar 2018 können Ärzte und Zahnärzte mit Basisprofil neuerdings die Löschung aller Einträge bei Jameda verlangen, solange es Hervorhebungen und Sonderbedingungen für zahlende Kunden gibt. Im Hinblick auf die neue Datenschutzgrundverordnung ist es sowieso fraglich, ob Jameda weiterhin ungefragt Ärzte und Zahnärzte auflisten und ihre Daten in Form von Basisprofilen veröffentlichen darf. Hier werden in Zukunft weitere Anpassungen erwartet.


Bildquelle: Jameda

Erstellt von: Tricept AG, 21.01.2020

Aktualisiert von: Tricept AG, 23.01.2020