Kooperationsvertrag

Das Thema Alters- und Behindertenzahnheilkunde hat aufgrund der demografischen Entwicklung in nur fünf Jahren Eingang in zahlreiche gesetzliche Regelungen gefunden.

 

2013 erfolgte die Umsetzung in einem ersten Schritt mit dem Versorgungsstrukturgesetz. Seitdem wird der personelle, instrumentelle und zeitliche Mehraufwand in der zugehenden Betreuung bei einem definierten Kreis von Anspruchsberechtigten mit Zuschlägen pauschal zusätzlich honoriert.

 

Der nächste Schritt wurde 2014 mit dem Pflegeneuausrichtungsgesetz eingeleitet. Die Rahmenvereinbarung zwischen der KZBV und dem GKV-Spitzenverband zur Umsetzung der gesetzlichen Regelungen nach § 119 b SGB V ist im April 2014 in Kraft getreten. Zahnärztinnen und Zahnärzte haben seither die Möglichkeit, Kooperationsverträge mit stationären Pflegeeinrichtungen abzuschließen. Mit Abschluss eines Kooperationsvertrages mit vollstationären Pflegeeinrichtungen können nun Zuschläge für präventionsorientierte Leistungen wie die Erstellung von Mundhygieneplänen und Pflegeanleitungen abgerechnet werden. 

 

Praktische Umsetzung

Fragen zu den Kooperationsverträgen nach § 119 b Abs. 1 SGB V beantworten die Abrechnungsleiter/innen in den Bezirksdirektionen der KZV BW. Auf der Internetseite der KZV BW unter www.kzvbw.de findet sich die Rahmenvereinbarung nach § 119 b SGB V mit Anlagen und ein Muster-Kooperationsvertrag  ist unter Praxis/ Praxiswissen/ Abrechnung/ Abrechnungsinfos bzw. unter Praxis/ Praxiswissen/ Vertrag und Recht eingestellt. Der Kooperationsvertrag muss zur Genehmigung dem Kompetenzzentrum Abrechnung der KZV BW in Stuttgart übermittelt werden.

 

Zur Organisation der Reihenuntersuchung sowie nachfolgend der Erstellung individueller Mundhygienepläne und der bewohnerspezifischen Pflegeanleitungen im Rahmen einer Kooperation zwischen einem Zahnarzt und einer stationären Pflegeeinrichtung hat die Landeszahnärztekammer vielfältige Hilfsangebote erarbeitet. Dazu zählen Informationsflyer, Aufnahme- und Überleitungsbögen, der Mundhygieneplan (Pflegeampel), ein Dokumentationsblatt für Besuche und eine Abrechnungssynopse.
Ein Artikel, erschienen „Der Freie Zahnarzt“ (Juni-Ausgabe 2016) und ein Informationsfilm auf dem LZK-YouTube-Kanal, der den Kooperationszahnarzt Torben Wenz bei seiner Arbeit im Pflegeheim begleitet, veranschaulichen die praktische Umsetzung der Kooperation und den Einsatz der beschriebenen Hilfsmittel.

 

 

 

Erstellt von: Dietmar Sorg, 30.09.2015

Aktualisiert von: Kristina Hauf, 01.02.2017