Berufsbild

Ausbildungsberuf Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (ZFA)

Die Zeiten der barmherzigen Töchter, der Sprechstundenhelferin und der Empfangsfräuleins sind vorbei. Heute gehört der Beruf der/des Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) zu den klassischen, zum Großteil noch mit Frauen besetzten, Assistenzberufen im deutschen Gesundheitswesen.

Der staatlich anerkannte Ausbildungsberuf hat eine lange Tradition:

  • 1952 wurde der Anlernberuf als zweijähriger Lehrberuf "Zahnärztliche Helferin" und das dazugehörige Berufsbild in der BRD geschaffen und staatlich anerkannt.
  • 1954 tritt ein umfangreicher Berufsbildungsplan in Kraft. In den einzelnen Bundesländern der BRD existieren allerdings unterschiedliche Lehrzeiten von zwei oder drei Jahren.
  • Die Überführung der Ausbildung zur "Zahnärztlichen Helferin" in das 'duale System' erfolgt mit dem Inkrafttreten des Berufsbildungsgesetzes 1969.
  •  In der DDR wurde aus der Lehre zur "Zahnärztlichen Helferin" eine dreijährige medizinische Fachschulausbildung, die ab 1977 zu dem Abschluss "Stomatologische Schwester" führte.
  • Die bundeseinheitliche Festschreibung auf drei Ausbildungsjahre erfolgt im Jahr 1989 mit dem Inkrafttreten der Ausbildungsverordnung zur/m Zahnarzthelfer/in.
  • Auch in den neuen Bundesländern werden Zahnarzthelfer/innen ab dem Jahr 1991 nach der Ausbildungsverordnung von 1989 ausgebildet.
  • 2001 wird der steigenden Attraktivität des Berufes mit der neuen Ausbildungsverordnung Rechnung getragen. Der Ausbildungsjahrgang 2001 war der erste, der mit der neuen Berufsbezeichnung ‚Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r’ abgeschlossen hat.


Interessanter und abwechslungsreicher Arbeitsalltag

Als „rechte Hand“ der Zahnärztin bzw. des Zahnarztes assistiert die/der Zahnmedizinische Fachangestellte bei der Behandlung, führt mundhygienische und prophylaktische Maßnahmen durch, fertigt Röntgenaufnahmen an, trägt zum reibungslosen Kommunikationsfluss innerhalb des Praxisteams bei und ist vor allem in ständigem Kontakt mit den Patientinnen und Patienten. Auch Aufgaben wie die Dokumentation von Behandlungsabläufen, die Erfassung erbrachter Leistungen für die Abrechnung, die Organisation und Optimierung von Praxisabläufen, Terminplanung oder das Erledigen des Schriftverkehrs gehören zum Arbeitsalltag der/des Zahnmedizinischen Fachangestellten. Die Aufgaben erfordern vielseitiges Wissen, ein praktisches Händchen, Teamfähigkeit, Belastbarkeit und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein.

Die dynamische Weiterentwicklung der Zahnmedizin durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie, die Optimierung der Arbeitsabläufe in der Praxisorganisation durch Qualitätsmanagement und die Umstellung auf EDV und Multimedia sowie der allgemeine medizinisch-technologische Fortschritt garantieren einen interessanten und abwechslungsreichen Arbeitsalltag für Zahnmedizinische Fachangestellte.

 

 

Erstellt von: Dietmar Sorg, 30.09.2015

Aktualisiert von: Andrea Mader, 21.01.2016